Stephan Weber „der Bacherlwogner“ aus Stammham
Ein Beitrag von Stefan Weber und Hubert Bayerlein
Bereits um 1800 wurde das Wagnerhandwerk in Stammham ausgeübt. Es gab zwei Wagner, einen Lins/Hauf Wagner und den Bacherl-Wagner, früher Haus Nr. 26, heute Hafnergasse 11.
Schon 1838 betrieb Georg Förstl eine Wagnerei in Stammham, Haus Nr. 26.
Diese wurde 1888 an die jüdischen Händler Samuel Marx und Gabriel Theilhamer verkauft. Im Jahr 1891 erwarb Joseph Bacherl das Anwesen mit der Landwirtschaft und Wagnerei. Mit der Einheirat von Stephan Weber am 6. Februar 1900 (er stammt aus der Weber-Mathe Familie) ging die Wagnerei an den Schwiegersohn Stephan Weber (15.2.1877 – 10.1.1952) über. Dieser wiederum übergab die Wagnerei 1935 an seinen Erstgeborenen Stephan Weber (29.12.1900 – 31.5.1984).

1935 Stephan Weber mit halbfertigen Wagen vor der Werkstatt und Scheune
In der Wagnerei wurden alle anfallenden Tätigkeiten wie Wagenräder, Deichseln, Brückenwagen und sogar Eisstöcke hergestellt. Nach dem Windbruch am 17. Juli 1958, wo zur Aufarbeitung auch Waldarbeiter aus dem Bayerischen Wald und Tirol eingesetzt wurden, hatte auch die Wagnerei Hochkonjunktur.

Fronleichnam 1946: Jurahaus Weber (Bacherl-Wagner) Stammham Haus Nr. 26
Mit dem Wirtschaftsaufschwung um 1960 kam auch ein Umbruch in der Landwirtschaft. Eine jahrhundertlange Ära für Schmiede, Sattler und Wagner ging damit zu Ende.

Um 1963: Stephan Weber mit Normag 15 PS


Stephan Weber mit seinem letzten Rad (1974)